„Überwinde das Böse mit Gutem“

Viele, die unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden, fragen: „Wo war Gott bei alledem? Bin ich ihm denn egal?“ Die Realität ist, dass Gott von Anfang an sehr involviert ist, aber es sind auch andere Faktoren im Spiel.

Für unsere Ureltern waren Traumata nichts Unbekanntes. Ihr Leidensweg war die Folge von Lüge und Betrug, und schließlich wurden sie aus dem Garten Eden vertrieben – einem Ort der Schönheit und des Friedens, bis sich in Form einer Schlange das Böse präsentierte. Jene Schlange war eine Verkörperung Satans, des Teufels, von dem Jesus Christus sagte, er sei „ein Mörder von Anfang an … er ist ein Lügner und der Vater der Lüge“ (Johannes 8, 44).

Für Adam und Eva änderte sich ihr Leben schlagartig, nachdem sie auf Satan hereingefallen waren. Später wurden sie zusätzlich traumatisiert, als ihr Sohn Kain seinen Bruder Abel ermordete. Dass sie vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen aßen – obwohl ihnen das verboten worden war –, befähigte die Menschen offenbar nicht nur dazu, zu wissen, wie man Unrecht begeht, sondern auch dazu, es auch zu tun.

Auf diese Weise lehrte Satan die Menschen, zu sündigen: Er ermutigte sie, nicht auf Gott zu vertrauen, sondern sich auf ihr eigenes, neu gefundenes Wissen zu stützen, zu dem auch gehörte, wie man Unrecht tut. Seit jener Zeit werden Menschen aller Zeiten und aller Länder auf jede nur denkbare Weise traumatisiert.

Zwar wurden das arglose Menschenpaar und seine Nachkommen Opfer Satans und ihrer eigenen Sünde, aber Gott wird nicht zulassen, dass das Böse für immer bleibt – dessen Tage sind in Wahrheit gezählt.

Denn trotz der Ereignisse im Garten Eden sagt uns Johannes 3, 16: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Dadurch – durch Jesus Christus – werde der Vater die Menschheit erlösen (loskaufen, freikaufen). Aus eigenem, freiem Willen gab Christus sein Leben für uns hin und zahlte damit die Strafe für all das Böse, das die Menschen getan haben. Nun wartet Jesus, dass der Vater ihm gebietet, als König auf die Erde zurückzukommen, Satan zu binden und letztlich das Böse für immer auszumerzen.

In der Zwischenzeit rät die Bibel denen, die Ohren haben, um zu hören, jetzt einen besseren Weg zu wählen: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“ (Römer 12, 21). Das ist nicht leicht, aber in bösen Zeiten standhaft zu sein kann weniger schmerzhaft sein, wenn man in die Zukunft blickt, in der nach der Wiederkunft Christi Gottes Erlösungsplan vollendet wird: „Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen“ (Offenbarung 21, 4). Dann wird endlich jedes Trauma geheilt.