Stadt des Friedens zertrennt?

Immer wieder gibt es blutige Zusammenstöße zwischen israelischen Sicherheitskräften und palästinensischen Scharfschützen und Demonstranten, die den gesamten Friedensprozess im Nahen Osten in Frage stellen. Viele Beobachter halten den Friedensprozess für tot oder in einer immerwährenden Sackgasse. Seit fast einem Jahrzehnt suchen beide Seiten nach einer Lösung des über 50 Jahre alten arabisch-israelischen Konflikts. 

Die Friedensgespräche haben ihren eigentlichen Ursprung auf einer Madrider Konferenz im Jahr 1991, bei der die Präsidenten George Bush und Michail Gorbatschow als Vermittler fungierten. Dort saßen sich die Israelis und die Palästinenser zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht gegenüber.

Mitte 1992 kündigte die neue israelische Regierung unter Yitzhak Rabin an, sie werde den Frieden mit den Palästinensern als Partnern — nicht mehr als Feinden — in einer neuen Gesellschaft suchen. Die Palästinenser ihrerseits schworen der Gewalt als Mittel zur Erlangung der Unabhängigkeit ab und bestätigten das Existenzrecht des Staates Israel.

Im folgenden Jahr wurden in Norwegen Geheimgespräche abgehalten, die zu einer Reihe von Vereinbarungen, dem sogenannten Osloer Abkommen, führten. Sie umfassten die Rückgabe eines Teils der Gebiete, die Israel im Krieg von 1967 erobert hatte. Trotzdem herrschte auf beiden Seiten noch großes Misstrauen, und vier Fragen wurden bewusst ausgeklammert. Man hielt es für zu heikel, sie zu verhandeln, ehe andere Vereinbarungen erreicht werden konnten.

Diese vier Fragen betreffen:

  1. das Recht palästinensischer Flüchtlinge auf Rückkehr in ihre Heimat;
  2. die endgültigen Grenzen zwischen dem neuen Staat Palästina und Israel;
  3. die Zukunft jüdischer Siedlungen auf der West Bank;
  4. den endgültigen Status der Stadt Jerusalem.

KONFLIKT UM DIE STADT DES FRIEDENS 

Im Jahr 2000 gerieten erneute Verhandlungen in eine scheinbar völlig ausweglose Situation: Keine Seite konnte zu einer Vereinbarung über Jerusalem finden — dies betraf seine künftige Gestalt und vor allem seine Souveränität. Hier untersuchen wir einige der Gründe dafür, warum das Problem Jerusalem ein kritisches Stadium erreicht hat.

Dem palästinensischen Gelehrten Ghada Karmi zufolge ist „nichts in der Geschichte des arabisch-israelischen Konflikts so umstritten wie das Problem Jerusalem“. 

Stellungnahmen zu dem verwickelten und vielschichtigen Problem Jerusalem gibt es seit Jahrzehnten von beiden Seiten; sie zeigen, wie unüberwindbar tief der Graben zwischen beiden ist. Dem palästinensischen Gelehrten Ghada Karmi zufolge ist „nichts in der Geschichte des arabisch-israelischen Konflikts so umstritten wie das Problem Jerusalem“. Hanan Ashrawi, der dem palästinensischen Legislativrat angehört und häufig als Sprecher der palästinensischen Führung auftritt, hat angemerkt, Jerusalem sei „das explosivste Problem und der entscheidendste Eckstein für jeden Frieden in der Region“.

Für die Palästinenser muss Ostjerusalem die Hauptstadt ihres neuen Staates sein und ausschließlich unter palästinensischer Souveränität stehen. Die politische Führung Israels sieht die Souveränität über die ungeteilte Stadt als nicht verhandelbar an, unabhängig davon, ob die Arbeiterpartei oder Likud an der Regierung ist.

Bei den Camp-David-Verhandlungen von 1978 zwischen dem israelischen Premierminister Menachem Begin (Likud) und dem ägyptischen Präsidenten Anwar Al Sadat reagierte Begin ziemlich heftig auf einen Vorschlag Sadats. Laut der BBC-Publikation The Fifty Years' War „wandte sich Begin Artikel 6 zu, worin Sadat vorschlug, Israel möge sich aus Ostjerusalem zurückziehen, das seine ewige Hauptstadt sei. ‚Sie schlagen also vor, Jerusalem zu teilen?‘, sagte Begin und fügte hinzu: ‚Niemals!‘“

Nachdem Yitzhak Rabin (Labor [Arbeiterpartei]) im Jahr 1992 sein Amt als Premierminister angetreten hatte, sagte er: „Jerusalem, ganz und ungeteilt, ist und bleibt die Hauptstadt des israelischen Volkes unter israelischer Souveränität. . . . Jeder Jude, sei er religiös oder weltlich, schwört: Wenn ich dich vergesse, o Jerusalem, möge meine rechte Hand verdorren! Dieser Schwur vereint uns alle, und er gilt mit Sicherheit für mich, der ich in Jerusalem geboren bin.“ Für Rabin hatte Jerusalem eine weitere, tief persönliche Bedeutung: Er war einer der drei Generäle gewesen, die im Krieg von 1967 in die Altstadt eingezogen waren.

Trotz des für ihn monumentalen Entgegenkommens, sogar mit der PLO zu verhandeln, kündigte Rabin keine Änderung seiner Position an, als er im Dezember 1994 den Friedensnobelpreis entgegennahm. Er sagte: „Ich bin hier als Gesandter Jerusalems, an dessen Toren ich in den Tagen der Belagerung gekämpft habe; Jerusalem, schon immer und auch heute die ewige Hauptstadt des Staates Israel und das Herz des jüdischen Volkes, das dreimal am Tag in Richtung Jerusalem betet.“

Nach der Ermordung Rabins im Jahr 1995 sagte sein Nachfolger Shimon Peres öffentlich, Jerusalem werde auf immer Israels ungeteilte Hauptstadt bleiben.

Wir habe unsere Prinzipien. Erstens: ein ungeteiltes Jerusalem unter unserer Souveränität als Hauptstadt Israels für immer – Punktum.“ 

Ehud Barak

Am 16. September 1998 machte Ehud Barak, damals Kandidat der Arbeiterpartei für das Amt des Ministerpräsidenten, seine Einstellung zur Stadt deutlich: „Wir haben unsere Prinzipien. Erstens: ein ungeteiltes Jerusalem unter unserer Souveränität als Hauptstadt Israels für immer — Punktum.“ In allen Verhandlungen seither hat sich an seinem Standpunkt zur Souveränität nichts geändert.

KOMPROMISSLOSE HALTUNG 

Warum haben die israelischen Regierungen Kompromisse über Jerusalems Souveränität immer abgelehnt, während sie gleichzeitig bereit waren, Land für Frieden zu geben, auch den Sinai und Teile der West Bank? Geht es nur darum, ein Wahlvolk zu beruhigen, das man mit romantischen Vorstellungen von einem biblischen Vermächtnis geködert hat? Was ist der eigentliche Grund der israelischen Weigerung, die Souveränität über Jerusalem mit den Palästinensern zu verhandeln?

Dahinter steckt eine lange Geschichte.

In der traditionellen Passazeremonie, die die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Unterdrückung symbolisiert, spricht die in alle Welt zerstreute jüdische Gemeinschaft alljährlich seit über 1900 Jahren die Worte: „Nächstes Jahr in Jerusalem“. Seit der Babylonischen Gefangenschaft vor 2500 Jahren bewegt der Schwur der Verschleppten, Jerusalem nicht zu vergessen, die Gefühle der Juden. Die erlösende Rückkehr nach Zion war allgegenwärtig in ihrer Phantasie. Dies war und ist eine Gemeinschaft, die ständig auf einen bestimmten Ort ausgerichtet ist. Früher oder später musste Palästina — das Land des alten Israel — der Brennpunkt intensiver Bemühungen um die Heimkehr werden. Und mit ihm Zion — die Stadt Jerusalem.

Die Umstände sorgten dafür, dass die Zeit im 20. Jahrhundert und unter der Führung der zionistischen Ideologie reif war. In aufeinander folgenden Wellen kamen jüdische Siedler nach Palästina, durchdrungen von der Vision, das Land ihrer Väter zurückzufordern. Als im Jahr 1948 der Staat Israel gegründet wurde, war nur Westjerusalem in israelischer Hand. Vielleicht nicht ganz eindeutig erklärte der erste Premierminister David Ben-Gurion: „Wir erklären, daß Israel Jerusalem nicht freiwillig aufgeben wird, ebenso wie es über Jahrtausende hinweg nie seine Religion, seine nationale Einzigartigkeit und seine Hoffnung aufgegeben hat, nach Jerusalem und Zion zurückzukehren — trotz Verfolgungen, die mit nichts anderem in der Geschichte vergleichbar waren . . . . Und das jüdische Jerusalem wird sich nie mit Fremdherrschaft abfinden — nachdem seine Söhne und Töchter ihr historisches Heimatland zum dritten Mal befreit und Jerusalem vor der Vernichtung und Zerstörung gerettet haben.“ Meinte Ben-Gurion nur Westjerusalem, oder sah er eine Zeit voraus, in der „das jüdische Jerusalem“ sich nach Osten ausdehnen und sogar die Altstadt mit ihren religiösen Stätten umfassen würde?

Etwa 19 Jahre später standen siegreiche israelische Soldaten vor der Westmauer oder Klagemauer in der Altstadt. Dies war eine unbeabsichtigte Folge des Sechstagekrieges. Es signalisierte den Beginn einer neuen Einstellung im Zionismus. Plötzlich sahen sie die Möglichkeit, einen großen Teil des Landes Israel zurückzuerobern. Ben-Gurion, der inzwischen pensioniert war, sprach noch einmal. Er wollte, daß seine Politikerkollegen die besetzte West Bank zurückgaben, befürwortete aber, das eroberte Jerusalem zu behalten.

Es gibt also einen eindeutig ideologischen Aspekt in Israels Hoheit über die Stadt — die Befriedigung einer Sehnsucht nach etwas, das tief in der jüdischen Psyche verwurzelt ist. Mit Sicherheit hat Jerusalem eine kaum quantifizierbare Bedeutung.

IDEOLOGIE UND IDENTITÄT 

Die Palästinenser haben ganz ähnliche Argumente. In Jerusalem befinden sich zwei wichtige Heiligtümer der islamischen Religion. Auf dem sogenannten Tempelberg oberhalb der Klagemauer stehen der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee. Israel hat der islamischen Obrigkeit zwar ihre eigene Kontrolle und Rechtshoheit über die Heiligtümer gelassen, bewacht aber den Zugang zu diesem Gebiet.

Für die Palästinenser ist Jerusalem eine der heiligsten Stätten — die dritte nach Mekka und Medina in Saudi-Arabien. Einst stand es unter dem Protektorat des Haschemitischen Königreichs Jordanien. Dort sah der verstorbene König Hussein, wie sein Großvater, König Abdullah, vor seinen Augen ermordet wurde.

Die Geschichte und die ideologische Bedeutung des Ortes sind immens. Der Grund für die Schwierigkeiten um Jerusalem liegt mit Sicherheit in der Natur des ideologischen Denkens und Glaubens. Ideologie ist ein oft bemühter, aber wenig geklärter Begriff in der politischen Wissenschaft und der Erforschung internationaler Beziehungen. Warum ist sie ein so mächtiger Beweggrund?

Es wird allgemein akzeptiert, dass Zionismus eine Ideologie ist. Ebenso wird der islamische Fundamentalist von ideologischen Überzeugungen motiviert. 

Es wird allgemein akzeptiert, dass Zionismus eine Ideologie ist. Die Idee, dass das jüdische Volk eine Heimat im Land seiner Vorfahren haben sollte, ist für viele Menschen eine überzeugende Sicht des Nahen Ostens geworden. Hunderttausende von Juden haben für dieses Ziel in den letzten 100 Jahren bereitwillig enorme Opfer gebracht. Das ist die Macht einer tief verwurzelten Idee.

Auch das Anliegen der Palästinenser — eines Volkes auf der Suche nach seinem Land — ist ideologischer Natur. Ebenso wird der islamische Fundamentalist von ideologischen Überzeugungen motiviert.

Doch wie ist eine Ideologie zu definieren? Vor einigen Jahren erstellte der kanadische Politologe Willard Mullins eine Liste von Punkten, die dabei zu betrachten sind.

Ihm zufolge muss eine Ideologie ein Bewusstsein ihrer eigenen Geschichte besitzen, nicht nur der vergangenen, sondern auch der zukünftigen. Bei den religiösen Inhalten, die mit Jerusalem verbunden werden, hat die Stadt dies gewiss.

Ein weiterer Aspekt einer Ideologie ist laut Mullins, dass sie mit Handeln verbunden ist. Sie ist nicht nur ein philosophischer Gedanke. Es fällt den Menschen leicht, aufgrund einer Ideologie zu handeln. Der Glaube, die modernen Juden hätten ein Recht auf das biblische Land Israel, hat zum Beispiel den Bau der Siedlungen auf der West Bank (Teilen des antiken Judäa und Samaria) inspiriert.

Ideologien haben darüber hinaus einen logischen Zusammenhang. Wenn die Überzeugungen erklärt werden, haben sie eine innere Logik.

Der Zionismus ist ideologisch und folglich keinen plötzlichen Veränderungen unterworfen. Er ist ein zusammenhängendes System von Überzeugungen. Wird eine Ideologie ein Teil der Identität eines Menschen, so wird dieser Mensch seine Überzeugungen verteidigen und sogar Wege finden, sie zu bewahren oder auszuweiten. Wenn Israelis ideologisch überzeugt sind, dass ein ungeteiltes Jerusalem zu ihrer Identität gehört, überrascht es nicht, dass Gespräche darüber, die Stadt zu teilen, wenig Fortschritte machen.

In ähnlicher Weise werden die Palästinenser, wenn sie ideologisch überzeugt sind, dass Ostjerusalem mit seinen heiligen Stätten zu ihrer Identität gehört, ihr Recht darauf schützen und verteidigen.

GÖTTLICHE SOUVERÄNITÄT? 

Vision wendet sich oft an die Bibel, um aktuelle Ereignisse richtig einzuordnen. Interessanterweise regte kürzlich ein amerikanischer Lösungsvorschlag für das Problem Jerusalem an, beide Seiten sollten sich dahingehend einigen, dass die umstrittensten Bezirke der Stadt unter „göttlicher Souveränität“ stehen. Dass er abgelehnt wurde, muss vielleicht nicht eigens erwähnt werden. Doch lässt sich in der Bibel etwas finden, das dieser Stadt, die so oft im Mittelpunkt der Weltnachrichten steht, eine Perspektive gibt?

Doch lässt sich in der Bibel etwas finden, das dieser Stadt, die so oft im Mittelpunkt der Weltnachrichten steht, eine Perspektive gibt?

Das Buch der Richter ist ein interessanter Ausgangspunkt. Es berichtet, dass Jerusalem nicht immer israelisches Territorium war: „Aber Juda kämpfte gegen Jerusalem und eroberte es und schlug es mit der Schärfe des Schwerts und zündete die Stadt an“ (Ri. 1, 8).

Später wurde es natürlich die Hauptstadt Judas und Israels unter den Königen David und Salomo. Doch der Evangelist Lukas berichtet uns, dass Jesus von Nazareth Hunderte von Jahren nach der im Buch Richter beschriebenen Zeit in die Nähe der Stadt kam und weinen musste, weil sie wieder zerstört werden würde. Er sagte: „Wenn doch auch du erkenntest zu dieser Zeit, was zum Frieden dient! Aber nun ist's vor deinen Augen verborgen. Denn es wird eine Zeit über dich kommen, da werden deine Feinde um dich einen Wall aufwerfen, dich belagern und von allen Seiten bedrängen, und werden dich dem Erdboden gleichmachen samt deinen Kindern in dir und keinen Stein auf dem andern lassen in dir, weil du die Zeit nicht erkannt hast, in der du heimgesucht worden bist“ (Lukas 19, 42-44).

Die Zerstörung, von der er sprach, kam zuerst 70 n. Chr. mit den römischen Legionen, die die Stadt plünderten und die architektonischen Meisterwerke Herodes des Großen zerstörten. Auch das wichtigste Bauwerk des Judentums war vernichtet: der Tempel.

In einer weiteren Rede über den Tempel (speziell den Standort des Heiligtums) und die Zukunft Jerusalems sprach Jesus von einer weiteren Zeit der Not, die kommen würde. Er sagte, vor seiner eigenen Wiederkunft zur Erde würden entsetzliche Dinge in der Stadt geschehen. Um seine Jünger zu ermahnen, bestimmte Elemente in den Schriften Daniels richtig zu verstehen, sagte er: „Wenn ihr nun sehen werdet das Greuelbild der Verwüstung stehen an der heiligen Stätte, wovon gesagt ist durch den Propheten Daniel, — wer das liest, der merke auf! —, alsdann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist; und wer auf dem Dach ist, der steige nicht hinunter, etwas aus seinem Hause zu holen; und wer auf dem Feld ist, der kehre nicht zurück, seinen Mantel zu holen“ (Matthäus 24, 15-18).

Dieses Ereignis in Jerusalem, sagte er später, werde ein Vorzeichen welterschütternder Geschehnisse sein: „Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Zeit wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel. Und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern“ (Vers 29-31).

In Psalm 122 schrieb David, wir sollten für den Frieden Jerusalems beten. Doch wird in Jerusalem Friede einziehen? Beim Propheten Sacharja lesen wir: „So spricht der Herr: Ich kehre wieder auf den Zion zurück und will zu Jerusalem wohnen, daß Jerusalem eine Stadt der Treue heißen soll und der Berg des Herrn Zebaoth ein heiliger Berg“ (Sacharja 8, 3).

Über diese Zukunft sagte Jeremia, ein weiterer Prophet des alten Israel: „Zu jener Zeit wird man Jerusalem nennen ‚Des Herrn Thron‘, und es werden sich dahin sammeln alle Heiden um des Namens des Herrn willen zu Jerusalem, und sie werden nicht mehr wandeln nach ihrem verstockten und bösen Herzen“ (Jeremia 3, 17).

Die Bibel sagt es deutlich: Die Tage werden kommen, wenn die Stadt Jerusalem nicht mehr unter der Gewalt und den Kämpfen leiden wird, die den größten Teil ihrer langen Geschichte geprägt haben. Die Epoche, in der wir jetzt leben, geht offenbar der Zeit voraus, von der in diesen Bibelpassagen die Rede ist — einer Zeit, in der alle Völker anerkennen werden, dass der wahre Herrscher der Stadt Gott selbst ist. Menschliche Ideologien und politische Intrigen werden endlich abgetan werden.

Wäre es inzwischen nicht gut, zu tun, was David riet, und für den Frieden Jerusalems zu beten?